Glossar

Abszess

Von einem Abszess (Furunkel, Karbunkel, Eiterbeule) spricht man bei einer schmerzhaften bakteriellen und eitrigen Entzündung unter dem Hautniveau.

Alterswarze

Alterswarzen sind gutartige, anfangs flach erhabene, später oft warzige und bis zu daumen­nagelgroße, nicht ansteckende Hautveränderungen von bräunlicher bis grauschwarzer Farbe. Sie treten ohne bekannte Ursache, insbesondere am Rumpf, meist im höheren Lebensalter auf.

Aphthen

Aphthen sind von einem entzündlichen Randsaum umgebene schmerzhafte Geschwüre (Ulzera­tionen) im Bereich der Mundschleimhaut, die weißlich belegt sind.

Autoimmunerkrankungen

Ihre Ursache ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe. Verschiedene Formen der Sklerodermie, des Lupus erythematodes, der Dermatomyositis sowie blasenbildende Krankheiten (Pemphigus) werden hierunter zusammengefasst.

Borreliose

Die Borreliose (Lyme disease) ist eine durch Zecken auf den Menschen übertragbare bakterielle Infektionskrankheit. Das erste Symptom stellt häufig die Wanderröte (Erythema chronicum migrans) dar. Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss tritt eine Rötung (Erythem) um die Einstichstelle auf und weitet sich aus. Typischerweise ist das Zentrum blasser als der Rand. Nach grippeähnlichen Symptomen kann es durch die Ausbreitung im Körper zu einem Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln sowie des Nervensystems kommen. Allgemeinsymptome wie Fieber, Kopfschmerz oder Magen-Darm-Probleme sind möglich. Um Spätschäden zu vermeiden, ist eine rechtzeitige Diagnosestellung wichtig.

Dermatofibrom

Ein Dermatofibrom (Histiozytom) ist ein häufig vorkommender gutartiger Tumor der Haut. Die kleine, bis zu einem Zentimeter messende graurötliche oder hellbraune, selten dunkelbraune Hautwucherung tritt bevorzugt an Armen und Beinen sowie am Rumpf auf, bei Frauen häufiger als bei Männern. Insektenstiche sind häufige Auslöser.

Dellwarzen

Dellwarzen (Schwimmbadwarzen, Mollusken)  sind stecknadelkopfgroße Knötchen mit glatter und oft glänzender Oberfläche. Sie haben meistens in der Mitte eine Delle und treten am ganzen Körper auf. Ursache ist eine Virusinfektion, trockene Haut oder Neurodermitis erhöhen das Ansteckungsrisiko.

Eingewachsener Nagel

Beim eingewachsenen Nagel (Unguis incarnatus) drückt sich der seitliche Nagelrand tief in die Nagelpfalz. Durch Reizung der Haut kommt es zu einer Entzündung (Nagelumlauf, Paronychie), die zu schmerzhaften Beschwerden führt. Ursächlich sind meist zu enge Schuhe oder falsches Nägelschneiden, Männer sind häufiger als Frauen betroffen.

Eiterflechte

Die Eiterflechte (Impetigo contagiosa, Grindflechte, Eitergrind) stellt eine hochansteckende eitrige Infektion der Haut meist bei Kindern und häufig im Sommer dar. Typisch sind honiggelbe Krusten.

Ekzem

Ein Ekzem (Austrocknungsekzem, Hand- und Fußekzem, seborrhoisches Ekzem, Kontaktekzem) beschreibt eine Entzündungsreaktion der Haut mit typischem Krankheitsbild (Rötung, Bläschenbildung, Nässen, Krustenbildung, Schuppung), oft begleitet von Juckreiz. Als Auslöser kommen unterschiedliche Ursachen in Frage. Langdauernde mechanische, chemische oder entzündliche Reizung führt zu einer flächenhaften Verdickung  der Haut (Lichenifikation). Die Hautelastizität nimmt ab, schmerzhafte Einrisse (Rhagaden) sind die Folge.

Erntekrätze

Die Erntekrätze (Trombidiose) wird nach Kontakt mit Getreide oder Stroh durch Milben ausgelöst. Klinisch imponiert sie durch stark juckende, linsengroße Quaddeln.

Erythrasma

Das Erythrasma ist eine infektiöse Erkrankung der Haut mit Rötung und Schuppung. Bevorzugte Lokalisationen sind  vor allem intertriginöse Areale wie Achseln, Leisten und andere große Hautfalten, da es hier verstärkt zu Schweißbildung und Störung des Säurehaushaltes der Haut kommt.

Frostbeule

Frostbeulen (Perniones) entstehen bei lang andauernder  Kälteeinwirkung und bei Durchblutungs­störungen. Klinisch imponieren sie als juckende bis schmerzhafte, blaurot verfärbte, teigige Schwellungen besonders an Fingern und Zehen.

Fußpilz

Der Fußpilz (Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Füße, besonders der Zehenzwischenräume und Fußsohlen. Typische Symptome sind Rötung, Nässen (Mazeration), Schuppung, Bläschenbildung, oft begleitet von Juckreiz. Eine Ansteckung erfolgt durch barfuss gehen (Schwimmbad, Sauna). Gefördert wird eine Fußpilzinfektion durch ein feuchtes Milieu, das zum Beispiel durch Schwitzen, mangelndes Abtrocknen und in Turnschuhen entstehen kann. Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus und Durchblutungsstörungen erhöhen das Ansteckungsrisiko.

Gerstenkorn

Der Gerstenkorn (Hordeolum) beschreibt eine eitrige Entzündung der Drüsen am Augenlid.

Gürtelrose

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine Zweiterkrankung der Winpocken (Varizellen). Typisch sind Rötungen und gruppiert stehende Bläschen, die auf eine Körperseite beschränkt sind, eintrocknen und zu Krusten führen. Begleitet werden die Hautveränderungen von einer Nervenentzündung, die starke Schmerzen verursachen kann. Sie tritt meist bei älteren Menschen oder Immun­geschwächten auf.

Hautflechte

Als Hautflechte (Hautpilz, Mykose) bezeichnet man eine Infektionskrankheit der Haut, der Schleimhäute und der Hautanhangsgebilde durch Pilze. An der Haut bildet sich ein typischer Randsaum mit Rötung (Erythem) und Schuppung, während das Zentrum der Hautveränderung normal aussieht. Es besteht meist Juckreiz.

Herpes simplex

Unter Herpes simplex (Lippenbläschen, Fieberbläschen, Gletscherbrand, Ekelbläschen) versteht man eine Virusinfektion, die am häufigsten im Lippenrot lokalisiert ist. Typisch sind gruppiert stehende Bläschen auf gerötetem Untergrund begleitet von brennenden Schmerzen. Durch Kontakt mit der Bläschenflüssigkeit werden die Viren in weitere Hautareale verschleppt, so dass auch Nase, Wangen, Augenlid, Genitalien und andere Körperstellen befallen sein können.

Hühnerauge

Das Hühnerauge (Clavus) ist eine durch chronischen Druck ausgelöste umschriebene, meist sehr schmerzhafte Hornhautschwielenbildung. Fußfehlstellungen, Hammerzehen und zu enges Schuh­werk begünstigen die Entstehung.

Juckreiz

Juckreiz (Pruritus, Prurigo) kann verschiedene Ursachen haben. Er kann als Begleiterscheinung von Hautkrankheiten auftreten, auf Erkrankungen innerer Organe hinweisen oder psychosomatischen Ursprungs sein.

Kandidose

Als Kandidose (Soor) bezeichnet man eine Infektionskrankheit der Haut, der Schleimhäute und der Hautanhangsgebilde durch Hefepilze. Die Symptome gleichen denen der Mykose. An der Haut stehen Rötung und Mazeration im Vordergrund, beim Schleimhautbefall ist ein weißlicher, abwischbarer Belag typisch. Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus und Immunschwäche erhöhen das Risiko für den Befall eines Hefepilzes.

Knötchenflechte

Eine Knötchenflechte (Lichen ruber planus) ist eine nicht ansteckende entzündliche Hauterkrankung mit roten, juckenden Knötchen (Papeln) an der Haut und weißen Streifen an Schleimhäuten (Wickham-Zeichnung). Typisch ist der isomorphe Reizeffekt (Köbner Phänomen), bei Reizung der Haut z. B. durch Kratzen erscheinen entlang der Reizstrecke neue Haut­veränderungen (Effloreszenzen).

Knotenrose

Die Knotenrose (Erythema nodosum) ist eine schmerzhafte Entzündung des Unterhautfett­gewebes, sie ist meist an den Unterschenkeln lokalisiert. Ursächlich kommen sowohl Erkrankungen wie  Sarkoidose,  Darmentzündungen, verschiedene Infektionskrankheiten, rheumatisches Fieber als auch Medikamente in Betracht.

Kopfläuse

Das Hauptsymptom bei Kopfläusen ist Juckreiz. Läuse sind nur schwer nachzuweisen, eher entdeckt man die Eier (Nissen) besonders im Nackenbereich. Diese sehen aus wie Schuppen mit dem Unterschied, dass sie sich nicht abstreifen lassen.

Krätze

Krätze (Scabies) ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch Milben ausgelöst wird. Leitsymptom ist der quälende Juckreiz besonders nachts, da bei Bettwärme die Milben aktiv werden. Gangartige, ekzematöse Hautveränderungen treten besonders zwischen den Fingern, am Handgelenk, in den Achseln, im Nabel- und Genitalbereich und am Sprunggelenk auf. Die Übertragung der Krätze erfolgt durch engen Hautkontakt.

Nagelpilz

Nagelpilz (Onychomykose) ist eine Infektion der Nagelplatte durch Pilze. Besonders betroffen sind Jogger und Patienten mit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und Nagelpsoriasis, da hier häufig eine Vorschädigung des Nagels vorliegt und nur so eine Infektion stattfinden kann. Klinische Zeichen einer Onychomykose sind weiße oder gelbliche Verfärbungen am freien Nagelrand sowie krümelige Verdickungen der Nagelplatte.

Neurodermitis

Die Neurodermitis (atopisches Ekzem, endogenes Ekzem, Beugenekzem) ist eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit aus dem atopischen Formenkreis (Heuschnupfen, Asthma, Nesselsucht). Leitsymptom der insgesamt trockenen Haut ist der quälende Juckreiz. Hierdurch ausgelöstes Kratzen führt zu Hautirritationen in Form von Rötung, Kratzspuren (Exkoriationen), Nässen, Krusten, Schuppung und Lichenifikation (Verdickung der Haut). Besonders befallen sind die Armbeugen, die Kniekehlen, die Hände, Hals- und Gesichtspartie.

Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine chronische, nicht ansteckende, entzündliche Erkrankung und kann neben der Haut seltener auch Gelenke und Nägel befallen. Klinisch zeigt sie sich als münzförmige bis handtellergroße, scharf begrenzte Rötung mit silbriger, fest haftender Schuppung. Bevorzugt sind Ellenbogen, Knie, Steißgegend und Kopf befallen.

Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen (Striae distensae, Dehnungsstreifen) kommen durch Überdehnung der Haut zustande und imponieren klinisch anfangs als bläulich-violette, im späteren Stadium als weißliche Streifen.

Schwitzpilz

Der Schwitzpilz (Pityriasis versicolor, Kleieflechte) ist eine oberflächliche Hefepilzinfektion der Haut mit bräunlichen, schuppenden, bizarr begrenzten Flecken, die unter Sonnenlicht ausbleichen und heller erscheinen.

Seborrhoisches Ekzem

Als seborrhoisches Ekzem (seborrhoisches Kopfhautekzem, Kopfhautschuppen) oder seborrhoische Dermatitis wird ein Hautausschlag bezeichnet, der mit Rötung, gelblichen Schuppungen und Juckreiz verbunden ist. Besonders betroffen sind im Gesicht die Augenbrauen, die Augenlider, die Gehörgänge, der Bereich um die Nase (Nasolabialfalte), das Kinn und die behaarte Kopfhaut. Selten sind auch die vordere Schweißrinne über dem Brustbein und die hintere Schweißrinne auf dem Rücken befallen sein.

Sonnenallergie

Der Begriff Sonnenallergie wird benutzt für immer wiederkehrende Hautveränderungen nach intensiver Sonnenbestrahlung. Typisch ist, dass zeitversetzt nach ein paar Tagen in der intensiven Sonne immer die gleichen Hautveränderungen - Juckreiz, Rötung, Knötchen, Bläschen, Quaddeln - an denselben Hautstellen - Gesicht, Nacken, Dekolleté, Unterarme, Waden - auftreten.

Sonnenbrand

Der Sonnenbrand (Dermatitis solaris) wird ausgelöst durch Sonnenbestrahlung oder künstliches UV-Licht (Solarium). Er wird in vier Stadien eingeteilt und reicht von der Rötung (Erythem) und Druckempfindlichkeit, über Wassereinlagerungen (Infiltration, Ödem) bis hin zur Blasenbildung und Hautablösung. Allgemeinsymptome wie Frieren, Kältezittern und Kreislaufprobleme zeigen ein fortgeschrittenes Stadium an. Betroffen sind besonders Glatze, Ohren, Nasenrücken, Schultern und Fußrücken. Da hier die Sonne senkrecht drauf scheint, spricht man auch von Sonnen­terrassen. Spätfolgen sind Hautkrebs, Augenschäden (Grauer Star) und vorzeitige Hautalterung.

Stielwarze

Die Stielwarze (Fibrom) ist eine gutartige gestielte Hautwucherung. Sie tritt häufig am Augenlid, am Hals, in den Achseln und in den Leisten auf.

Verbrennung

Sie wird in vier Stadien eingeteilt und reicht von der Rötung (Erythem) und Druckempfindlichkeit, über Wassereinlagerungen (Infiltration, Ödem) bis hin zur Blasenbildung und Hautablösung. Allgemeinsymptome wie Frieren, Kältezittern und Kreislaufprobleme zeigen ein fortgeschrittenes Stadium an.

Vitiligo

Die Ursache der Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist unbekannt. Anfangs kommt es zu münzförmigen, weißen Flecken besonders am Handgelenk, im Augen-, Mund-, Nabel-, Genital- und Analbereich sowie an Ellenbogen und Knien. Der Pigmentverlust kann sich auf den ganzen Körper ausdehnen, die Haare können ebenfalls betroffen sein.

Warzen

Bei Warzen handelt es sich um eine Virusinfektion. Zusammengefasst werden hier die Dornwarze an den Füßen, die vulgäre Warze an den Fingern und die plane Warze im Gesicht und am Handrücken. Typisch ist eine verstärkte gutartige Hautwucherung der oberen Hautschicht. Am Fuß wird diese durch das Körpergewicht in die Tiefe gedrückt, es kommt zu einer Unterbrechung der Hautlinien. Folglich kann es zu Reizungen von Hautnerven und damit zu Schmerzen kommen. An den Fingern zeigt sich ein hartes und sich vorwölbendes Knötchen. Plane oder flache Warzen sind stecknadelkopfgroß, weich und hautfarben. Eine Ansteckung erfolgt durch Kontakt und barfuss gehen (Schwimmbad, Sauna).

Wanderröte

Die Wanderröte (Erythema chronicum migrans) ist häufig das erste Symptom einer durch Zecken übertragbaren Borreliose. Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss tritt eine Rötung (Erythem) um die Einstichstelle auf und weitet sich aus. Typischerweise ist das Zentrum blasser als der Rand. Allgemeinsymptome wie Fieber, Kopfschmerz oder Magen-Darm-Probleme sind möglich. Um Spätschäden zu vermeiden, ist eine rechtzeitige Diagnosestellung wichtig.

Wolf

Der Wolf (Intertrigo, intertriginöses Ekzem, Wundsein) beschreibt ein Ekzem mit Rötungen und Nässen, ausgelöst durch Einweichen der Haut (Mazeration), welches von brennendem Juckreiz begleitet wird. Begünstigend wirkt starkes Schwitzen und wiederholte Reibung. Hautfalten wie Leistengegend, Anal-, Bauch- und Brustfalte sind bevorzugt befallene Körperregionen.

Wundrose

Die Wundrose (Erysipel) ist eine bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege und imponiert als scharf begrenzte, flammende Rötung mit Überwärmung und Lymph­knotenschwellung. Allgemeinsymptome wie Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit können im fortgeschrittenen Stadium hinzutreten. Befallen sind häufig Gesicht und Beine, als Eintrittspforte für die Bakterien dienen kleine Verletzungen wie Ohrläppchenrhagade oder Fußpilz im Zehen­zwischenraum.